Harma Regina Rieth

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CORONA TEXTE

CORONA - TEXTE - HarmaSchmunzelGeschichten

 Harma Corona 2020 1002 Schmunzelgeschichten 2021  

Eine kleine Auswahl meiner Corona "SchmunzelGeschichten"

Die alle in der Pandemie 2020 und 2021 entstanden sind.

Irgendwie muss man ja durch die CoronaZeit kommen!

Viel Spass beim LESEN!

CoronaGeschichten:

I. Abstandreglung 

II. Probe -Tübchen 

III. Leuchten - leuchten

IV. StreifenFrei - SchattenDecke

V. TikTok "Trick"  Tak - Trik

VI. Rotes Flatterband

VII. Marmorkuchen und Tasche

VIII. Es folgt noch Laptop...

IX. Es folgt noch Beamer...

 

CORONA

EineHarmaSchmunzelGeschichte 

SchlafzimmerReglung zu CoronaZeiten

     

SchlafzimmerRegelungBettenabstand
Anweisungen – Anordnungen – Verhaltensregel
Gebannt höre ich den neuen Anweisungen zur Corona Eindämmung zu, und ich stelle mir die eine oder andere angeordnete Regel vor meinen inneren Augen bildlich vor …
Und manches möchte ich mir erst gar nicht vorstellen.
Die Rede ist von Mindestabstand einhalten. Zirka ein Meter und fünfzig bis zwei Meter sollen eingehalten werden, im täglichen Leben, in Geschäften, in Straßen und wo auch immer.
Gerhard hält sich strikt daran, wenn er einkaufen geht. Er lobt die anderen Menschen, die sich auch daran halten. Natürlich gibt es immer mal wieder die eine oder andere Ausnahme.

Wie das halt so ist bei den Menschen.
Ich halte selbst am Rest vom Tag Abstand Gerhard gegenüber, wenn er mir erzählt, wie der Einkauf und das Verhalten der Anderen im Geschäft beim Einkaufen war …
Als Risikoperson möchte ich da im wahrsten Sinne des Wortes kein Risiko eingehen.
Immer und immer wieder werden die Anweisungen gebetsmühlenartig in den Nachrichten erklärt und uns regelrecht vorgebetet.

Ermahnende Worte vom RKI sollte man möglichst nicht so leicht ignorieren, das ist mal klar und sicher. Im eigenen Interesse. Wer überleben möchte, muss sein Leben umstellen und sich der Corona Zeit jetzt anpassen. Diese unsichtbare Gefahr macht mir doch zu schaffen. Zur Beruhigung tausche ich mich gerne mit meiner Freundin Carola über die aktuelle, momentane, kritische Situation aus. Sozusagen von Bundesland zu Bundesland. Übergreifende Erfahrungen und Bedenken in der Corona Krise werden von uns erläutert und auseinander gefriemelt.

Natürlich halten wir uns überall an die Regelung. Selbst im Garten.
Bei der Gartenarbeit in den Gemüsebeeten halten wir Abstand.
Es dauerte natürlich nicht lange, und die Anweisungen werden immer umfangreicher. Es gilt: Kontaktsperre, Ausgangsverbot, Festverbote wie zu Geburtstagen, Partys, Kirmes, Märkten, Konzerten, Ausstellungen, Lesungen, Hochzeiten, Taufen und …und…und…
Man macht sich so seine Gedanken
Beim Betten frisch beziehen, stehe ich gedankenverloren am Bett.
Ich begutachte unser neues Boxspringbett und untersuche die Bettkonstruktion und den Motor.
Langsam fahre ich eines der Betten hoch. Angestrengt überlege ich wie viel Zentimeter, der Höhenunterschied, nach dem Hochfahren des Bettes, wohl ist.
Doch ich komme zu keinem aussagekräftigen Ergebnis und Resultat.
Ein Meterband hatte ich gerade nicht zur Hand.
In diesem Moment kommt Gerhard herein und fragt was das soll…
Wieso ich das eine Bett, sein Bett bis zum Anschlag hochgefahren hätte.
Klar! Sein Bett. Und nicht mein Bett.
Natürlich hatte er vergessen, dass ich schnell höhenkrank werde, und daher nicht mein Bett hochgefahren hatte. Logisch, dass mein Bett daher unten bleibt!
Er stand mit einem fragenden Gesichtsausdruck am Bett, er wartet gespannt auf eine Antwort von mir.
War mir natürlich klar, dass ich meine Gedanken und Überlegungen jetzt mit ihm teilen musste …
Schnell war eine/meine Erklärung da und parat!
Ich erklärte ihm, dass es wohl nicht lange dauern würde und wahrscheinlich noch die Anweisung kommen würde, dass auch im Schlafzimmer einer gewisser Abstand einzuhalten wäre …
Lakonisch gab ich zu verstehen, dass man nicht wissen könne, was denen in Berlin und beim RKI noch alles einfallen würde.
Da wollte ich gerüstet sein, und die Bettsituation schon mal vorsorglich abchecken. Da sie nicht zu trennen seinen, die Betten, käme nur noch die Option in Frage, eines der Betten, sein Bett hochzufahren.
Prompt verzog er nachdenklich sein Gesicht…
Stumm sah er mich an, er konnte meinen Gedankengang und meine Bedenken bezüglich eventueller Abstandsreglung im Schlafzimmer nicht nachvollziehen.
Langsam drehte er sich um und meinte, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, ich vermiete dir ein Zimmer in meiner Ferienwohnung.
Dann ist der Abstand gewahrt! Die hundert Meter werden bestimmt reichen!
Das leuchtete mir sogleich ein …
Na dann, schon ein Problem gelöst, bevor es entstanden ist/war!
Nächste Anordnung aus Berlin:
Ferien, Urlaub und Reisen untersagt.
Ich messe doch vorsichtshalber wieder nach am Bett, da Ferien- Häuser und Wohnungen nicht vermietet werden dürfen.
Ich lächle mir spitzbübisch insgeheim ins Fäustchen…
Die letzte Nachricht hatte er wohl nicht mitbekommen. Männer.
Typisch, hören nie zu!
NUN JA!
Wat wellst do noch sahn!?
MAN(N), MAN(N), MAN(N)!!!!

copyright: HarmaReginaRieth

     

CORONA

EineHarmaSchmunzelGeschichte 

Das geschenkte ProbeTübchen

 Harma Corona Crem 100 2021    

ProbeTübchen
Eigentlich könnte ich ja noch liegen bleiben.
Was gibt es schon Aufregendes heute …, nix!
Ich überlege noch einige Zeit, ob ich aus dem Bett krabbeln soll oder vielleicht doch noch ein wenig genüsslich lunzele (dösen) soll.
Seufzend entscheide ich mich letztendlich, aufzustehen.
Träge und behäbig wie ein Faultier, schäle ich mich doch noch, verschlafen, aus meiner wohlig warmen Bettdecke.
Schlappe an die Fies, und schlurfend geht’s zeitlupenartig weiter, ins Bad.
Mein Spiegelbild begrüßt mich mit einem verdutzten schläfrigen und undefinierbaren Gesichtsausdruck.
Fragend blicken meine Augen in den Spiegel. Auge in Auge, beäugen wir uns ...
Die seltsame Person vor dem Spiegel und die ebenso seltsame Person im Spiegel.
Wir wenden uns erschrocken abrupt voneinander ab…
Spontane Eingebung meinerseits, es wird Zeit für die Morgenpflege, um endlich richtig wach zu werden.
Dass das morgendliche Szenario im Bad, mit gründlicher Restaurierung meiner Person, sich seit einiger Zeit immer mehr in die Länge zieht, das habe ich schon letztens verärgert festgestellt und mit leichtem Unmut registriert, und ich beginne mit der Pflege meiner Wenigkeit …
Ja, was soll’s!? Nützt ja nix! Muss ja sein.
So kann man ja schließlich nicht unter die Leute gehen.
Obwohl, das Thema ausgehen, und die Frage wohin oder zu wem stellt sich derzeit gerade nicht.
Es ist Kontaktverbot. Und somit automatisch Ausgangsperre - Ausgangsverbot.
Was mich an meine Teenagerzeit erinnert …, da gab es das auch häufiger.
Auch von Oben, allerdings vom Vater befohlen, dazu noch mit erhobenem Zeigefinger, um die Wichtigkeit der Worte zu unterstreichen.
A. Merkel - mahnte nur, sie drohte nicht wie mein Vater früher, mit etwaige unschönen Konsequenzen ...
Man ist für sich, und natürlich für andere, jetzt verantwortlich...
Nur gemeinsam schaffen wir das, zu bewältigen!!!!!
Zur eigenen Sicherheit- das Resümee der Virologen, Professoren, Ärzte, Menschen die sich bekanntlich auskennen, sich schließlich auskennen müssen von Berufs wegen. Und vor allem die vielen selbsternannten Fachmenschen - sowie alle HobbyExperten der Welt. Wir sind, wie es scheint, gesegnet mit so vielen wissenschaftlichen Menschen- die Bescheid wissen.
Die dann ihr gesamtes Wissen, an uns Normalos, netterweise kostenfrei weitergeben.
Ob man will oder nicht - von allen Seiten nur noch Experten um einen herum.
Die belehrenden- Nachrichtensender, Zeitungen und natürlich vor allem das Internet. Obwohl keiner wirklich weiß, was das Virus mit uns macht, machen sie uns schon mal vor der Zeit komplett verrückt und durcheinander…
So nun auch mich.
Unbestritten glaube ich alles, was gesagt wird.
Ich hänge buchstäblich an den Lippen der ganzen informierenden FachMenschheit.
Mein Selbsterhaltungstrieb ist geweckt und saugt alle Informationen, die ich zum Überleben benötige, in mich auf.
Der Schädel brummt nach dem ganzen abgespeicherten Fachwissen für Überlebenswillige, wie mich.
Denn ich möchte überleben!
1958 habe ich die asiatische Grippe überstanden, ich erinnere mich an die schreckliche Zeit in meiner Kindheit, im Krankenhaus. Angst keimt in mir auf, das war mal ne‘ Quarantäne! Ich nenne die Zeit immer verschärfte Einzelhaft, im abgeschlossen Krankenzimmer, und dies über Wochen.
Ja, die Formulierung, die trifft es am EHESTEN.
Dagegen ist das, was jetzt auf den Plan gerufen wird, absolut NICHTS…
Affektiert, ziehe ich zur Bestätigung meiner Gedanken die Augenbraue hoch.
Ja, das war Quarantäne, sinniere ich wiederholt.
Es ist gefährlich wird uns gesagt …
Dann will ich das mal glauben. Schnell stelle ich fest, dass ich zur Risikogruppe gehöre. Oder besser gesagt eine Risikoperson bin.
Ich atme unruhig ein und aus und durch. Ziehe wiederholt geräuschvoll Luft durch die Nase, solange ich das noch kann. Ich muss mich eindeutig ablenken.
Die Gedanken verselbstständigen sich in eine mir unheimliche, bedrohend empfindende Richtung.
Schnell, suche ich meine Zahnbürste und Zahnpasta. Ablenkung muss her…
Egal …, was ist, was kommt oder sein wird, Hygiene ist und bleibt wichtig.
Das sagte schon meine Oma Alwine immer.
Immer schön sauber bleiben, lautet die Devise.
Dann fange ich jetzt an mit dem sauber bleiben, überlege ich kurz.
Ich greife nach meiner Zahnbürste, und bin dann doch noch etwas unentschlossen, welche Zahnpasta ich benutzen soll.
Janina hatte vor kurzem mehrere verschiedene Sorten von Zahnpasta –Tuben mitgebracht, die ihnen im wahrsten Sinne des Wortes nicht schmeckten …
Letztendlich greife ich zu einer kleine Probe –Tube. Na mal sehen wie die so schmeckt, überlege ich und drücke eine kleine Zahnpasta-Wurst auf meine Zahnbürste. Eine schöne glänzende kleine Wurst wird von meinen schläfrigen Augen begutachtet. Nach der ausgiebigen Betrachtung und dem für gut befundenen weißen Zahnpasta–Würstchen, schiebe ich die Zahnbürste ich den Mund.
Mit kreisenden Bewegungen fange ich an, meine morgendliche Mundhygiene zu starten. Ich schmirgele meine untere und obere Kauleiste abwechselnd ordentlich von rechts nach links und wieder zurück.
Allmählich werde ich wach. Ich überlege angestrengt, wonach die kleine Probe der Zahnpasta schmeckt … Schnell stelle ich für mich fest, der Geschmack ist undefinierbar und eindeutig nicht zu enträtseln.
Weiter und weiter, gedankenverloren, putze ich ausgiebig meine Zähne.
Mein gesamtes Mundwerk, nebst Backen war voller Zahnpasta und ordentlich von innen eingecremt.
Ein skeptischer Blick in den Spiegel verrät mir, dass die Zahnpasta nicht allzu viel schäumt, oder besser gesagt überhaupt nicht schäumt … Wird wohl eine neue vielversprechende, gigantische, äußerst ausgeklügelte Rezeptur - Formel sein, die das bewirkt, überlege ich kurz.
Der fahle und schale Geschmack, das ist ja nichts Weltbewegendes mit dem Inhalt des Tübchens, stutze ich. Da muss aber nochmal nachgebessert werden.
Mit dem undefinierbaren Geschmack verkauft sich die Creme bestimmt nicht gut.
Irritiert über Geschmack und das nicht Schäumen der Zahnpasta, beeile ich mich den seltsamen Geschmack loszuwerden, indem ich meinen Mund eiligst ausspülen will …
Erdbeergeschmack wäre gut!
Da ich immer die Reste der Kinderzahnpasta der Enkel aufbrauche, gefällt und schmeckt mir diese Geschmacksrichtung besonders gut.
Was soll‘s, sie soll lediglich gut putzen, und mir meinen Mund und meine Zähne erfrischen, am frühen Morgen. Ich fahre vorsichtig mit der Zungenspitze über die Zähne und stelle wieder die seltsame zarte Cremigkeit der Zahnpasta fest. Den Becher mit Wasser füllend, schaue ich kurz in den Spiegel, reiße meine Futterluke bis zum Anschlag auf und beobachte das Zusammenspiel von Wasser und Zahnpasta.
Gurgele wie ein Weltmeister und blicke wieder in den Spiegel …
Da verbindet sich nichts, kein Aufschäumen von Wasser und Zahncreme!?
Ich führe sogleich die ganze seltsame Reaktion auf Corona zurück, nichts ist mehr wie es war, und sein sollte! Basta-Pasta! CoronaZahnPasta!
Ich schließe den Putzvorgang müde lächelnd ab, und entscheide, dass diese Zahncreme künftig nicht meine bevorzugte sein wird.
Schnell schabe ich mit der Zahnbürste alle Reste der Creme aus den Zwischenräumen meiner Zähne und meinem Mund. Mit einem ruckartigen Schütteln des ganzen Körpers spucke ich die zusammen gescharrten Cremereste ins Waschbecken aus.
Den Schei … Geschmack sparst du dir zukünftig am frühen Morgen, pfui Teufel, das muss ich nicht noch mal haben oder gar schmecken ..., durchfuhr mich die Erkenntnis, dass es nicht wirklich meine bevorzugte Geschmacksrichtung werden würde.
Irgendwie fühlte ich mich wie eine ZahnpastaTestPerson.
Test nicht bestanden, die Zahnpasta ist in meinenAugen beim HarmaTest, ja - sowas von durchgefallen.
Ich sinniere noch über das kleine von Janina geschenkte Pröbchen, und greife danach.
Ich beginne das Tübchen zu inspizieren! Was war das?
Das da so eigenartig schmeckte, mir nicht schmeckte, nicht schäumte, nicht aufschäumen wollte, trotz etlicher von mir ausgeführter und ausgiebiger Putz - und Polieraktionen.
Langsam formuliere ich die Aufschrift des Tübchens, Buchstaben ergeben ein Wort und letztendlich einen Namen …
PHYSIO UV 50 PLUS
Lese ich.
Ich reibe mir den letzten Schlaf aus den Augen, und denke …, mit 66 kann man die Creme aber auch noch benutzen. Das sollte doch möglich sein!
FÜR SPEZIELLE ANFORDERUNGEN.
Auch das sollte bei mir passen nach der letzten Kiefer-OP, durchfährt mich ein beruhigender Gedanken.
EXTRA WASSERFEST
LICHT- UND SONNENSCHUTZ-CREME
Ich stutze und lese weiter.
SEHR HOHER SCHUTZ
VOR UV - A, - B und - C STRAHLUNG …
Langsam wie eine auf der Lauer liegende Katze, mit zusammengekniffenen Augen, drehe ich mich zum Badezimmerschränkchen um.
Ich nehme die zweite kleine Probetube aus dem Schränkchen und lese ...
ORAL - B - PROFESSIONAL und ORIGINAL!
Ich bin von einer auf die andere Sekunde hellwach!
Mit dem tollen Sonnenschutzfaktor, werde ich mich heute Nachmittag mit einem strahlenden Lächeln in die Sonnen legen.
Bei dem hohen Sonnen-Schutz-Faktor, kann ich dreimal solange Zähne-Sonne-Baden!!!!
Das ist ja selbstredend, und sowas von klar…! Klar wie Kloßbriehhhh.
Copyright:HarmaReginaRieth (2020)

 

CORONA

EineHarmaSchmunzelGeschichte

Harma Corona Caesar 1000 2021     

Endlich, die Leuchte leuchtet...

Wenn Leuchten leuchten...
Auf der Zielgeraden für unser Ferienhaus sind noch ein paar Handgriffe zu erledigen und zu machen.
Besonders, die Gestaltung des Aufenthaltsraumes lag mir natürlich, wie konnte es anders sein, "ganz besonders" am Herzen.
Insgeheim war der Raum vor meinem inneren Auge längst gestaltet.
Er hatte im wahrsten Sinne des Wortes schon Gestalt angenommen.
Ein Bild wurde eigens von mir für den Raum gemalt.
Ein Sofa sollte mit dem neuen Bild symbolisch eine Einheit bilden.
So war‘s gedacht...
Da wir noch einige Gegenstände, die im Haus nicht mit der Flut abgesoffen waren, nutzen wollten, ergab es sich, dass zu Oma Erikas Heiligabend-Deckenleuchte die dazu gehörige unbenutzte Wandleute, noch original verpackt im Karton, jetzt ihre Bestimmung finden sollte!
Bei jeder Gelegenheit bekam Gerhard strikte Anweisung von mir, wo die Wandleuchte anzubringen wäre.
Da an dieser Wand aber kein Stromanschluss war, wurden wir uns dann doch nicht einig und verschoben die Anbringung der Wandleuchte zum ixten Mal - oder besser gesagt zum tausendsten Mal.
Denn Strom sollte sie schon haben, um leuchten zu können.
Obwohl ich sie auch als reines Deko-Objekt an die Wand angebracht hätte.
Sie wäre dann eine echte, eine hunderprozentige Energiesparlampe gewesen, mehr sparen ginge echt nicht mehr, schmunzelte ich.
Nach und nach nahm das Zimmer Gestalt an.
Mein Bild war fertig gepinselt, Sofa war geordert, Tisch und Stühle standen, Schrank war auf seinem Platz, Kommode fand auch ihren Stellplatz, Portraits aus vergangener Zeit waren an der Wand platziert und die alte Uhr von Janina fand einen schönen Platz, sie kam hier richtig gut zur Geltung.
Nur die Wandleuchte war noch nicht am Platz!?
Es hätte so schön sein können...
Jeder von uns beiden wurschtelte an einer anderen Ecke im Haus und war bemüht, endlich fertig zu werden mit der Raumgestaltung.
Pünktlich mit dem “Elfuhrglockenschlag“ beendeten wir täglich unsere Arbeit und fuhren heim zum Kochen und Mittagessen.
Gerade genüsslich noch die Grombierbrätscher genossen, mit dem leckeren selbstangebauten Salat aus Oma Erikas Garten, beratschlagten wir, was als nächstes anstehen würde im Ferienhaus.
Als Gerhard plötzlich so ganz nebenbei erwähnte, dass die Wandleuchte, ihren Platz, endlich an der Wand gefunden hätte.
Ich stutzte kurz, verschluckte mich, hustete...
Erschrocken schnell noch nach Luft ringend, schaute ich ungläubig...
Denn ich war regelrecht erstaunt über seine Eigeniniative in Sachen Wandleuchten Anbringung ohne mich vorher zu fragen.
Als ich endlich, nach dem Hustenanfall wieder Worte fand, fragte ich interessiert, wo denn genau die Lampe jetzt ihren Platz gefunden hätte ...
Mit Gerhards Worten, lass dich überraschen, gab ich mich vorerst zufrieden.
Doch es beschlich mich insgeheim eine böse Vorahnung, die sich letztendlich bestätigen sollte!
Nach Gerhards Mittagsruhe und meiner täglichen Kitsch-Serie in der Glotze, machten wir uns auf den Weg zum Ferienhaus.
Meine innerliche Anspannung wuchs über meine 168 cm Körpergröße, buchstäblich hinaus.
Sprachloses staunen
Endlich angekommen, konnte ich die Wandleuchte an ihrem Platz, mit Stromzufuhr, in Augenschein nehmen.
Und es verschlug mir die Worte, sie blieben mir regelrecht im Halse stecken! ich musste mich sammeln beim Anblick der Wand, nebst Wandleuchte.
An der schönsten Wand im Zimmer.
Gefährlich ruhig drehte ich mich weg, ich sprach eindringlich zu mir, sag jetzt nix dat gibt nur Schtreit.
Dat is die Sach net wert...
Doch das klappte nicht wirklich, bei mir.
Ich drehte mich ganz langsam nach zwei Schritten wieder um, sah Gerhard an und sagte total tiefenentspannt, was bei mir kein gutes Zeichen ist:
„Wie best dau nur of die Idee komm, die schenst Wand im Zimma fa mein Bild un Sofa – die bleed Lamb mittisch an die Wand zu knalle“ ...!!!!
Wie kunnste nur!
Dat sieht doch Schei... aus!
Hoste nomo zu irschtalisch geschafft, ohne voher Reksproch mit mir zu halle?
Do sehst doch nix mehr.
Betreten Stille.
Sein Erklärungsversuch- man könne doch prima auf dem Sofa sitzen und ein Buch lesen, sie, die Wandleuchte wäre eine super Leselampe...
Zähneknirschend, erklärte ich warum- an die Wand, das Sofa und das Bild, gerade dort hin sollten, und dass er, wie so oft wieder mal nicht richtig zugehört habe.
„Schwetz eisch chineschich, one dass eisch dat wees?“
Betretens stilles nonverbales Gespräch, von uns beiden.
Doch irgend einer hatte nicht verstanden was gedacht und gesagt wurde ...
Ich mied wohlweislich den Anblick von Mann, und Wand samt Leuchte.
Stress-Leuchte, nannte ich sie.
Diese Leuchte.
Fortan- insgeheim, war sie für mich eine Stresslampe.
Meine Oma Alwine würde sagen: „ Wat de net mehr änere kannst, mach enfach dat Beste drausssss“!
Zwei Tage später ..., mit Hammer, mit Nägeln und mit Bildern bewaffnet, nahm ich die Wand missmutig in Angriff.
Flink wie ein Wiesel tackerte ich jetzt ohne Rücksicht ob’s Gerhard gefällt, rund um seine Wandleuchte, alles mit Bildern zu.
Zufrieden registrierte ich, dass die Lampe fast nicht mehr zu sehen war.
Mein schönes Sofa-Bild fand seinen Platz an der Wand nebenan.
Mein inneres Auge musste sich erst daran gewöhnen, an die neue ungewohnte Wand- Dekorations- Gestaltung.
In Richtung Mann, fielen lediglich nur kurz und knapp die Worte, trau dich net ebbes zu sahn, dau host dat vahunst net eisch.
Mit der Aktion kannst‘e bei mir net punkte ora leuchte, du Leuchte ! ...
copyright: HarmaReginaRieth (2020)

 

CORONA

Eine HarmaSchmunzelGeschichte 

StreifenFrei

 Harma C FlurSchatten 1 2020 2021    

StreifenDecke - Decke mit Streifen - Streifenfrei

Ich hab einen Schatten, stelle ich ganz sachlich für mich fest, ich muss es ja nicht laut rausposaunen, wie bekloppt man/ich sein kann …
Seit drei Tagen streiche ich Wände und Decke in unserem FlutHaus schön mit weißer Farbe an.
Natürlich warte ich noch kurz ab bis die Farbe richtig trocken ist, aber dann knalle ich sogleich meine Bilder an die Wand.
Mit Hammer und Nägeln bewaffnet begutachte ich die frisch getünchten Wände.
Und plane sofort, wo welches Bild am besten hinpassen würde/könnten!
Diese Praktik lässt mich gelegentlich sogleich meine Schmerzen in den Beinen und Armen vergessen. Leiter rauf und runter, tut meinen Beinen nicht gut. Kopfüber an der Decke streichen ebenso wenig.
Doch was soll’s es muss ja sein.
Die Freude über die schöne Wandgestaltung blendet den Schmerz unmittelbar abrupt, von einer Sekunde auf die andere, augenblicklich aus …
Sozusagen wie eine Spontanheilung!. Freude da. Schmerzen weg.
Der Körper weiß sich schließlich zu helfen.
Das sagte mir schon immer meine Oma Alwine.
Klar, dass die Freude über das Bilder aufhängen die Schmerzen überdeckt. Logisch!
Natürlich stellte ich gleich am ersten Tag schon fest, dass ich nicht gründlich genug bei der Sache, Decke Weißen war.
Drei unschöne Streifen prangen einem direkt neben der Deckenleuchte, beim Betreten des Flures entgegen.
Ich steige missmutig am zweiten Tag wieder auf die Leiter und streiche erneut die Decke, rund um die Deckenleute herum. Doch es verändert sich nichts, die unansehnlichen drei Streifen sind noch immer da.
Nachts wache ich auf, ich grübelt sofort über die drei graue Steifen an der Decke, die trotz überpinseln, noch immer zu sehen waren.
Noch in der Nacht verfolgt mich die Schei … Decke.
Ich zische zwischen den Zähnen einige Schimpfwörter hindurch. Verärgert über mich selber, lässt mich die Sache mit den Streifen einfach nicht ruhen.
Am dritten Tag … sind die dunklen Streifen noch immer zusehen. Verbiestert streiche ich ein drittes Mal die Decke. Ich zweifele allmählich an meinem Verstand.
Die Streifen gehen ums Verrecken nicht weg!
Schnell betätige ich alle Lichtschalter reihum, ich schalte sie ein und wieder aus.
Ich betreibe Ursachenforschung bezüglich der Streifen an der Decke…
Um zu überprüfen ob die Streifen durch verschiedene Lichtquellen hervorgerufen werden, springe ich wie ein vergifteter Troll, weiter von Lichtschalter zu Lichtschalter. Vergebens. Die Schatten bleiben immer gleich.
Also nochmals überstreichen, seufze ich verärgert.
Die Stelle da oben an der Decke hat schon mehr Farbe, als der ganze Flur… schimpfe ich verbiestert. Zum wiederholten Male mache ich mich an die Arbeit.
Decken Streiche zum vierten!
Tag vier und noch immer die unschönen Streifen an der frisch gestrichenen Flur Decke.
Wahrscheinlich ist es die Terrassentür, durchfährt mich ein Gedankenblitz!
Klar warum ist mir das nicht früher eingefallen.
Das ist es, die Terrassentür hat damit zu tun. Langsam lasse ich gemächlich den Rollladen runter, nix passiert.
Die Streifen sind noch immer da. Ich nehme mir die Leiter, klettere hoch und drehe die Lampenköpfe in alle Richtungen. Ob ich es noch mit einer Taschenlampe versuche?
Mit Kegelschein der Taschenlampe werde ich das Streifengeheimnis der Decke bestimmt lösen können! Bestimmt.
Doch nix tut sich. Ich gebe auf!
Dann lasse ich die Streifen, mir doch egal. Ist ja hier unten im Haus und nicht oben im Wingert, daheim an einer Zimmer-Decke.
Den ganzen Morgen letztendlich mit Steifen - Ursachenverfolgung an der Flur Decke vertan.
Verärgert blicke ich auf die Uhr, ich stelle fest, heute nur herum getrödelt, und die Streifen habe ich auch noch nicht beseitigt bekommen.
Das Hemd nass geschwitzt fa‘ wira nix … grummelte ich mürrisch in meinen Bart.
Am besten versuche ich’s noch mit Sidolin-Streifenfrei, kommt mir kurz der Gedanke in den Kopf. Die Firma macht ja Werbung dafür, dass es keine Streifen mehr gibt, nach dem Einsatz ihres Produktes…
Eilig gehe ich in den vorbestimmten Aufenthaltsraum nebenan, wo ich immer meine Tasche abstellte. Ich habe die Nase gestrichen voll, von der Streifen - Decken - Farbe und entschließe mich die Deckenarbeit einzustellen.
„Jetzt is awa zapeduster“, fluche ich weiter verärgert vor mich hin.
„Zapalotttttt dat es' bestimmt gegen mich, e‘ DeckeFarbeKomplott ….“
Ich greife schnell nach meiner Tasche und knalle verärgert die Zimmertür zu!
Wie hypnotisiert starre ich im gleichen Moment, beim lauten Türenknall an die Flurdecke!
Knall of‘ Fall. Die Streifen sind plötzlich weg.

Wie von Zauberhand verschwunden.
Wieso? Warum?
So plötzlich, jetzt, nur mit oder einem einfachen lauten Knall, sind die Steifen verschwunden.
Geht doch! Fluche ich. Vier Tage stand diese Zimmertür offen, die Sonne strahlte wie auch ich meine Bilder täglich wohlwollend an …
Und ganz nebenbei strahlte sie die Deckenleuchte mit ihren drei Stegen und mit den drei Leuchtkörpern an. Die dann ihrerseits drei dunkle Streifen auf die Flur Decke projizierten …
Habe fertig. Decke ist eingängig weiß! Endlich!
Selbstzweifel an meiner Arbeit natürlich sogleich auch behoben mit einem lauten TürenDonnerKnall.
So ist das, sinniere ich gedankenverloren, wenn die Sonne um die Ecke strahlt.
Mit ihrem herrlichen Guten-Morgen-Sonnen-Schein wollte sie mich lediglich nur ein bisschen necken, letztendlich hat sie mich doch gekonnt genarrt …
Copyright:HarmaReginaRieth (2020)

     

CORONA

EineHarmaSchmunzelGeschichte

Harma Schnuffffi 2020   Harma Tobiiii 2020  

Wenn die Enkelkinder im Netz unterwegs sind...

TikTokTickTackTaktik

TikTok-Facebook-Instagram-YouTube und CO …
Alles ist anders, im Jahre 2020 im Covid-19 Jahr
Wir haben in der Corona Krise, unsere Ferienwohnung vornan gebracht.
Das Elternhaus von Gerhard, das wir FlutHaus nennen, da es sozusagen 2018 nach einem wolkenbruchartigen Regen geflutet worden war.
Zirka 159 Liter Regenwasser auf den Quadratmeter, das machte schon ordentlich platsch, als die Brühe auf die Erde im Hunsrück runter klatschte und prasselte...
Beeindruckend war die Tatsache, dass wir so schnell gar nicht gucken konnten, wie das Haus damals vollgelaufen und abgesoffen ist.
Jetzt haben wir nach der Renovierung des Fluthauses zum Ferienhaus Caesar noch zusätzlich eine kleine Kaninchen Pension aufgebaut.
Im Gegensatz zur Ferienwohnung haben wir da schon zwei Pensionsgäste.
In der Kaninchen Pension ist das Geschäft also schon bestens angelaufen.
Da decken die Einnahmen der Pensionsgäste bereits die Kosten des alten Hasenkastens ab.
Madame Schnuffi und Master Tobi sind eingezogen.
Sie haben es sich sogleich gemütlich gemacht im gesamten Hasen-Kasten-Arenal, sie haben sich im wahrsten Sinne des Wortes, darin breit gemacht.
Ohne Widerworte wurde er sofort von ihnen in Beschlag genommen.
Vollpension mit gelegentlichen Ausflügen zur Bitzenwiese war gebucht worden.
Sozusagen All Inclusive…
Der Kaninchenbesitzer, samt seinen Eltern hat gerade Urlaub und Ferien, sie sind mit dem Zug zum Kurzurlaub nach Berlin abgereist.
Die Kaninchenbesitzer sehen sich die Hauptstadt an, und wir uns den Neuzugang - die Kaninchen, im eigens aus der Nachbarschaft angeschafften Hasenkasten.
Natürlich werden den Besitzern täglich, spaßige Fotos und Videos von ihren Lieblingen über WhatsApp übermittelt.
Im Vollpensions-Service natürlich auch mit drin…
Also im gebuchten All Inklusiv – Kaninchen - Paket!
Paul und Moritz
Dann kündigt sich der Besuch von den Enkelkindern Paul und Moritz an.
Schnell wurden alle digitalfähigen Geräte von Oma upgedatet und auf den neusten bespielbaren Stand gebracht.
Ein Schmunzeln, ein Kichern, ein Herumalbern macht Oma dann doch schnell neugierig.
Sie klinkt sich kurzerhand in die scheinbar lustige Unterhaltung der Jungs ein.
Man war auf TikTok unterwegs.
Oma war meist mit Freunden auf Facebook oder bei Instagram in der Rubrik Künstlerinnen, eingeloggt.
So hat ja halt jeder seine Interessen!
Die ganze Welt ist mittlerweile, wie sollte es anders sein, im Spaß– und Fun-Modus unterwegs.
Und in der schweren Corona Krise ist es scheinbar eine lustige kurzweilige Abwechslung und Ablenkung, nach all dem Stress mit Schule, Eltern und so weiter...
Man ist gemeinsam online unterwegs.
Man trifft sich ohne Körperkontakt, braucht keinen Mundschutz, keinen Mindestabstand einzuhalten, einfach genial und optimal!
Oma lässt sich natürlich neugieriger Weise gleich ein paar von den TikTok Videos zeigen.
Es war zurzeit die Challenge „Rind-Viehcher erschrecken“, oder „Obdachlosen anmachen“ in.
Sofort ist man sich klar darüber, dass sowas gar nicht geht und auch nicht cool ist!
Man ist sich einig, dass solche Videos auch nicht gelikt werden!
Es dauert nicht lange und die Jungs sind verschwunden.
Man sieht und hörte nichts von ihnen!
Was einem meist zu denken geben sollte.
Plötzlich stürmen sie ins Zimmer und bitten, mit einem gewinnenden Lächeln um die Gelegenheit, bei Tik Tok Videos zu voten und zu liken.
Dafür müsse man aber dort angemeldet sein …
Es werden die Köpfe zusammen gesteckt und im Flüsterton überlegt, wie das zu bewerkstelligen sei.
Oma, gerade im Aufräum- und Putzmodus, versteht nicht, was da zu beratschlagen war, bei den Jungs.
Es dauert aber nicht lange, und man bat Oma, ihren Finger auf den kleinen roten Fingerabdruck auf dem IPad zu platzieren, mit dem sie immer „Betriebsbereitschaft“ signalisierte, und sogleich die unleidige Nachfrage nach einem Passwort erledigt war.
Es ist ja alles sowas von einfach, in die Welten des www ein- oder abzutauchen!
Und gerade jetzt zur Covid-19 Zeit, eine viele genutzte und kurzweilige amüsante Abwechslung ist es allemal, für die Kids.
Oma ermahnt sogleich die Jungs, dass man im Internet als Kind und Teenager sehr vorsichtig sein müsse, nie seine Handynummer oder gar seine Adresse weiter geben solle.
Die Jungs nicken artig mit den Köpfen, und sie versprechen, nur ein bisschen zu schauen...
Eine Predigt über Urheberrecht und Datenklau folgt, von Oma ermahnend, auf dem Fuße.
Bis abschließend noch der Satz von Oma kommt, und denkt daran, egal was ihr tut und macht, falls irgendwelche Rechnungen hier eintrudeln, werde ich die Sparbücher von euch beiden einziehen und plündern.
Ich bezahle da absolut nix, spricht Oma zu den verdutzt dreinschauenden Jungs!
Es dauert nicht lange und ein enttäuschtes Gemurmel macht sich im Zimmer breit und hallt verhalten durch den Raum.
Interessiert schaut Oma über die Schulter der Jungs, und dann geradewegs in ihre enttäuschten Gesichter.
Schnell hat sich sie Situation geklärt.
Sie waren online.
Bei Tik Tok.
In der kurzen Abwesenheit von Oma hatten sie ein Minivideo gedreht.
Paul der kommende Jung-Regisseur und Moritz kreativer Tanz-Artist waren jetzt bei Tik Tok ebenfalls mit einem Spaß-Video präsent.
Natürlich dachten die Jungs, dass nach nur wenigen Minuten als ihr Video gerade online war ihr kleines Filmchen gelikt werden würd.
Auch ihr Video, sollte ordentlich, von allen anderen Usern, Beachtung finden!
Doch es tat sich nichts.
Enttäuschung machte sich breit.
Oma schnellte zu ihren Künstler-Instagram-Freunden und schilderte ihnen die momentane enttäuschende Situation der Filmemacher- Kids!?
Noch immer im Bann des Ipad’s, saßen die „Neuen“ vermeintlichen Oskar verdächtigen Filmhelden vor dem Gerät! Und tatsächlich es kam endlich Bewegung in die Sache!!!
Omas Künstlerfreunde folgten ihrem Hilferuf auf dem Fuße und eilten den JungFilmern zur Hilfe.
In nullkommanix konnten sie 400 Like‘s verbuchen, was ihnen sogleich ein Strahlen ins Gesicht zauberte.
Sofort schmiedeten die Jungfilmer neue Filmideen und waren sich sicher, dass auch ihre neueste Filmeingebung bei den User gut ankommen würde.
Oma beobachtete die Situation und dachte für sich: “Et gibt ke gressa Kreiz als dat wat ma sich selwa ofleet …!“
In diesem Sinne betätigte sich Oma eilig wiederholt als Strippen-Zieherin und bat ihre Freunde erneut freundlich um Mithilfe.
TikTokTikTok –TickTackTickTack Taktik, und die Jungs warteten gespannt auf viele Likes! Zwischenzeitlich spielen die FC BayernMünchenFans Fußball...

Ein herzliches DANKE an InstagrmaFreund Wolfgang, für das tollllle Foto hier, von den Jungs!

Harma Paul Moritz Wolfgang 2020   

copyright:HarmaReginaRieth (2020)

 

Corona

EineHarmaSchmunzelGeschichte

     

Rotes FlatterBand im JuniWind

Seit einigen Wochen sind wir stolze Besitz eines Anhängers für unser Auto. Bis wir den Anhänger aber endlich unser Eigen nennen konnten, bedurfte es einige bürokratische Hürden zu nehmen...
Eine Anhängerkupplung hatte unser Auto von Anfang an, jetzt sollte sie künftig auch von Nutzen sein.

Anmeldung:
Fast schon wunde Fingerkuppen vom Daueranwählen der Telefonnummer, für einen Anmeldetermin, gelang es mir dann doch noch durchzukommen, und unser Anliegen vorzutragen.
Der telefonische georderte Termin bei der KFZ-Stelle war die erste Hürde, die zu nehmen war.
Alle relevanten Angaben bezüglich Anhänger, vorsorglich schon im Vorfeld telefonisch mitgeteilt, damit später keine Missverständnisse entstehen würden, und um eine schnelle, unkomplizierte Anmeldung zu garantieren, gelang uns aber nur mäßig. 
Das klappt schon! 
Dachte ich!? 
Denkste!

Da der Fahrzeugschein verloren gegangen war, musste dieser natürlich zuerst als „Verlorengegangen“ gemeldet, und neu beantragt und ausgestellt werden.
Versicherungspapiere, Versicherungsschein, alle Belege vorhanden, Personalausweis im Portemonnaie, Mundschutz auf der Nase, Terminnotiz in der Tasche, Abstands- und Hygieneregeln einhaltend, warte Gerhard mit Lore, noch Besitzerin des Anhängers im Schlepptau vorm Stadthaus, bis sie endlich im Büro waren - oder besser gesagt ankamen.

Nach korrekter Um- und Anmeldung sollte es endlich unser Anhänger sein/werden.

TÜV Bescheinigung neu, wohlgemut, freudig und durchaus zuversichtlich, mit allen Unterlagen ordentlich in einem Ordner abgeheftet, machte sich Gerhard mit Lore Nochbesitzerin  des Anhängers auf den Weg zum  Anmeldebüro.
Mundschutz und Abstandsreglung beachtend, alle Anweisungen strikt befolgend, warteten beide sich die Beine in den Bauch stehend, vor der großen Stadthaus Tür, geduldig, bis sie an der Reihe waren.

*

Und... nach einem etwas komplizierteren Anmeldeverfahren, bedingt durch die Corona Pandemie, war es nach mehreren Versuchen und einem fast schon dem „königlich bayrischen Amtsgericht“ ähnlichen Vorführung-Spiel..., das Vorhaben An- Ummeldung, - fast - gelungen. 
Eine wahre Inszenierung der Bürokratie! An Ort und Stelle erfahrend, scheiterte Gerhard schon vor der ersten Hürde.  „Anmeldung Anhänger“ war erfolglos und gescheitert.

Ein überaus humorvolles Unterfangen. Nein, es sollte noch ein verkniffenes Lächeln den Anlauf zur erneuten Überquerung der Hürde gestattet sein. Natürlich außerhalb des Stadthauses. 
Doch letztendlich war es dann doch noch gelungen. Lauthals wieherte der Amtsschimmel schon ganz schön arg drauf los...

Meine Freundin Carola und Mutter Lore setzten sich erneut hilfreich für uns ein.
Bis endlich Bewegung in die Aktion „Ummeldung Auto Anhänger“ in die Stadtverwaltung in I-O kam, das dauerte… und sollte sich doch ungeahnt ungewöhnlich schwierig gestalten. 

Ja, es sollte sich mit der Ummeldung tatsächlich schwieriger gestalten als anfänglich gedacht. 
In der Annahme, dass der verlorene Fahrzeugschein unproblematisch neu ausgestellt werden würde..., doch da irrte Gerhard der Antragsteller. Der zukünftige Möchtegern - Autoanhänger - Besitzer. 
Alle Erkundigungen im Vorfeld, bei Freunden und Bekannten, bezüglich Anmeldung ohne den Fahrzeugschein waren hinfällig.
Das System, jemanden fragen, der jemand kennt, der jemand kennt, der was weiß, der sich auskennt, der es wissen muss, der Ahnung hat, griff hier bei der Angelegenheit, im wahrsten Sinne des Wortes, absolut überhaupt nicht...

*

Wie schon gesagt, mit Lore im Schlepptau, erhielten beide die klärende-erklärende-aufklärende Informationen. Heute geht da nix!
Sie mussten unverrichteter Dinge, aber um eine Erfahrung reicher und den wiehernden Amtsschimmel im Rücken, noch immer hörend, genervt und sichtlich angefressen, das Stadthaus verlassen.

*
Gottseidank waren alle weiter benötigten Unterlagen von meiner Freundin Carola über Mail in den Hunsrück zum erneuten Anmelde-Versuch schnell übermittelt worden und somit ruckzuck eingetroffen. 
Das Problem, zur Anmeldung benötigten wir den Erbschein von Lore, sie hatte den Anhänger beim Tode ihres Mannes geerbt, und nun musste sie nachweisen, dass sie auch tatsächlich die Erbin des Anhängers sei...
Anruf bei einer weiteren Freundin, die eventuell Ahnung hat, Vermittlung in der Angelegenheit, Mailverkehr, hin und her, erneuter Versuch, im Stadthaus! 

Die zweite Hürde im Visier.

Erneuter Termin in Absprache getroffen, Lore erneut im Schlepptau, jetzt natürlich mit Notarunterlagen und Erbschein, dass sie wahrlich auch die stolze Erbin und Besitzerin des Anhängers ist.
Es wurde das Unternehmen Anmeldeversuch, der Zweite, erneut gestartet, und diesmal die Hürde mit Bravour genommen. 

Das hätte sich Lore auch nicht gedacht, dass sie mit 85 Jahren noch zwei so spaßige Bürogänge mit Hürdenlauf im Stadthaus nehmen müsste und erleben würde...

*
Um die Sache nicht weiter zu komplizieren, wurden keine neue Kennzeichen gemacht, Gerhard wollte Lore nicht weiterem Stress in der Pandemie aussetzen. Und so bleibt noch die Erinnerung an Kurt, Lores verstorben Mann, ehemals Erstzulassung mit „K“ im Kennzeichen. 
Gerhard war endlich stolzer Besitzer von vormals Kurts und Lores Anhänger. Ein Abstellplatz war schnell gefunden, und Gerhard überlegte, wo er den Anhänger erstmals denn einsetzen könnte. 

Und schon nach wenigen Tagen bot sich die Gelegenheit. Wir starteten eine Jungfernfahrt nach Mainz, zur Abholung eines Sofas für die Ferienwohnung. Im Gegenzug sollte auf dem Hinweg, dann eine Antennenstange mitgenommen werden...

Endlich Samstagmorgen, alle Geschäfte fürs Wochenende schnell erledigend, machten wir uns auf den Weg nach Mainz.

Mit einer wahrlich endlos langen Antennenstange auf dem Anhänger, gut befestigt und gesichert, sollte es losgehen. Schnell noch das rote Fähnchen zur Begrenzung des Anhängers und der Hinweis auf die lange Antennen Fracht. Die zusätzliche Sicherung des Transportes, war endlich abgeschlossen.
Und ab ging’s, nach Mainz!

Mit einem Auge ständig im Seiten- oder Rückspiegel, das Fähnchen argwöhnisch beobachtend, rutschte ich unruhig im Autositz hin und her.
Auf die Frage hin, ob das Fähnchen bis Mainz aushalten würde, sagte Gerhard lakonisch, das ist der Sinn des Fähnchens, dass es sich im und mit dem Wind dreht.
Das hält! 

Ich bezweifelte allerdings das Durchhaltevermögen des kleinen roten Fähnchens. 
Mein Blick schweifte erneut beunruhigt in Richtung Antennenstange und Flatter - Fähnchen. Auf meine Bedenken hin, dass dann wohl ein Bußgeld fällig wird, wenn wir ohne das Fähnchen ertappt werden, beschwichtigte mich Gerhard sogleich. Mit einem Grinsen im Gesicht, betrachtete er mich...

In diesem Moment bemerkte er wohlwollend meine neue, leuchtend rote Bluse von Michael Kors, und meinte: „Wir, oder vielmehr du hast für den Fall der Fälle einen roten Fähnchen-Ersatz dabei! 

Da hast du heute, in weiser Voraussicht wie mir scheint, die richtige Kleiderwahl für unser Unterfangen, Mission Antennen Transport, getroffen.

Bevor wir ein Bußgeld bekommen, wenn das Fähnchen ´die Flatter macht´, musst du deine Bluse ausziehen und opfern! Das ist doch klar!

Die nächste Fahrt wird dann Montag zu Michael Kors gemacht und eine rote, neue Ersatz  Bluse gekauft.
Meine Antwort:Grrrrrrrrrrrrr...

 copyright: Harma ReginaRieth (2020/2021)

 

CORONA  EineHarmaSchmunzelGeschichte  

 

     

Marmorkuchen und neue rote Bogner  HandTasche 

Es war wieder so ein endlos langweiliger Samstagnachmittag, nichts Gescheites im Fernsehen, und das wie immer gleich auf allen Programmen und Kanälen. Da sind sich die Programmchefs wie immer einig, entweder zeitgleich überall eine gute Sendung – oder zeitgleich überall, auf allen Kanälen nur Schrott! Ich glaube da sprechen sich die „Fernsehmacher“ intern miteinander ab…
Man kann die Fernsehzeitschrift noch so oft durchblättern, das ist und bleibt eine Tatsache. Meine Verärgerung über den Tag stieg weiter in mir, schleichend und unleidlich, ganz stetig langsam hoch…
Ich ging nunmehr, mehr als aufs Übelste gelaunt und mehr als verbiestert ins Schlafzimmer, und machte es mir auf dem Bett dann doch gemütlich, mit dem IPad Freunde suchend, denen es auch langweilig war, vertrieb ich mir letztendlich den Nachmittag.

*

Durch den köstlichen Kaffeeduft, der durchs Zimmer strömte, war ich dann etwas freudiger gestimmt, und rasch von IPad und Glotze, abgelenkt. Ich war voller Erwartung auf eine gute Tasse Kaffee mit einem Stückchen leckeren Kuchens. Darauf verspürten ich und mein Magen jetzt große Lust. Ich stellte mich sogleich auf ein herrliches, leckeres Genusserlebnis für Gaumen und Magen ein…
Schon am frühen Morgen hatte Gerhard ein Rezept, für einen Marmorkuchen im Internet gesucht. Die unzähligen Backbücher im Küchenregal ignorierte er, auch die Rezepthefte von allen unseren Omas. Ob das Back-Heft von Oma Erika, Hilda, Lydia oder Alwine, egal, er wollte sein eigenes Rezept kreieren, herausfinden und ausprobieren. Da war ihm kein Rezept gut genug von den Omas, für seinen Versuch, für einen leckeren Marmorkuchen. Er wollte ein neues Rezept ausprobieren.
Da es wenig später nach genüsslichem Kuchen duftete, konnte man davon ausgehen, dass sein Marmorkuchen gelungen war, gelungen ist. Es lief einem regelrecht das Wasser im Munde zusammen, bei diesem guten Geruch in der Küche, der sich dann letztendlich im ganzen Haus, weiter wohlduftend ausbreitete.

*
Ich räkelte mich gemütlich auf dem Bett, um dann doch wieder, zum nun wohl hundertsten Male, eine Wiederholung eines alten Rosamunde Pilcher Filmes zu gucken.
Es nützte ja nichts, man musste halt schauen, was das magere Programm hergab. Ich überlegte noch kurz, dass ich so allmählich eine der Hauptrollen in dem kitschigen Liebesdrama spielen könnte. Ich schnuppert erneut den herrlichen Kaffeeduft genüsslich ein. Der Kaffeeduft verstärkte sich.…
Gerhard kam, mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht und mit einer Tasse Kaffee, samt Teller mit einem großen Stück Marmorkuchen darauf, das mittig auf dem Teller mit Puderzucker bestäubt und dekorativ platziert war, ins Zimmer. Schnell noch das IPad aus dem Bett genommen, Freunde waren auch nicht zu erreichen; deren Samstag gestaltete sich anscheinend besser als meiner. Doch ob die auch so leckeren Kuchen serviert bekämen, bezweifelt ich lächelnd.
Gierig griff ich nach Tasse und Kuchenteller. Ich ersparte mir, mich im Bett zu erheben.

Ich wollte den Kuchen, aufstehfaul wie ich war, bequem im Liegen vertilgen…
Weiter Blickrichtung Fernseher lag ich da, und schaufelte den leckeren Marmorkuchen hastig in mich hinein. Super locker in seiner Konsistenz war jedes Stückchen ein wahrer Genuss und eine pure Gaumenfreude für mich und meinen Gaumen.
Natürlich musste ich das auch dem hervorragenden Bäckermeister sogleich mitteile.
Obwohl ich ja schon seit frühester Kindheit von Oma Alwine darauf aufmerksam gemacht worden war, dass man mit vollem Munde nicht sprechen sollte, wollte ich doch gleich ein großes Lob, bezüglich des lockeren fluffigen Kuchens, aussprechen.
Dies wurde mir dann allerdings fast zum Verhängnis. Ich kämpfte mit der lockeren Kuchenmasse in meinem Mund. Die Zunge nicht mehr rund kriegend, versuchte ich den Kuchen hinunter zu schlucken…
Ich kam nicht mehr dazu, zu schlucken und wohlwollend den Kuchen zu loben.. Da sich beim ersten Wort der fluffige Kuchen, in meinem Hals verirrte und ich ihn im wahrsten Sinne des Wortes „in den falschen Hals“ bekam.
Nach dem Schreck versuchte ich sofort, den lockeren, leichten Kuchengenuss aus dem Hals zu bekommen. Doch vergebens! Es wollte mir einfach nicht gelingen, den Kuchen heraus zu bekommen. Mit Würgen, Husteten und im Bett Herumspringen versuchte ich mich von der leckeren Kuchenkrümelmasse zu befreien. Vergebens! Mit einem entsetzten Blick auf die Uhr, stellte ich erschrocken fest, dass ich schon seit fünf Minuten herumkasperte und herumwürgte. Selbst der beherzte Einsatz von Gerhards Rückenklopfen vermochte den Kuchen im meinem Hals nicht zu lösen. Pures… Entsetzen in meinen erschrockenen Augen, die sich im großen Spiegel am Schrank neben dem Fernseher widerspiegelten, verhießen nichts Gutes… Der Panikmodus in mir stand auf ON. Sollte das jetzt, vor ein paar Minuten mein letzter Atemzug gewesen sein? War‘s das jetzt mit mir? Atme, versuche zu atmen, befahl ich mir. Vergebens.
Mit einem Satz sprang und flüchtete ich aus dem Bett. Panikartig überlegte ich in Sekunden- schnelle, dass ich doch nicht so blöd sein könnte und hier an einem Stückchen feinsten Marmorkuchens, ungewollt und unverhofft unfreiwillig, das Zeitliche segnen würde.
Wie bei einem afrikanischer Regentanz gebärdete ich mich, ich hüpfte linkisch im Schlafzimmer umher. Doch vergebens! Die Kuchenkrümel verstopften wohl das ganze Bronchiengeäst und gaben der - erhofften Frischluftzufuhr- eine fiese Absage…

*
Was sollte ich noch tun? Was könnte ich noch tun?

Durchfuhr mich die erneut die Panik. Mich erschreckte die Angst in mir, die jetzt zum wiederholten Male um mein Leben bangte. Wie ein Zitteraal gebärdete ich mich, wand mich um mich herum und zitterte zum Gotterbarmen.
Um die ersehnte Luft mit reichlich Sauerstoff in die Bronchien und somit in die Lunge zu bekommen. Niesen wäre jetzt gut! Oder eine Atem-App, falls es so etwas gibt!?
Noch immer flau im leeren Magen, da der Kuchen die falsche Röhre benutzt hatte, wollte ich nicht aufgeben… Aufgeben, gibt’s nicht! Fuhr es mir durch mein gestresstes Hirn.
Mein Panikmodus, beherrschte meinen ganzen Körper.

Von Marmorkuchen und fluffigen Kuchenkrümel Besetzter- Organen verspürte ich keine Lust mehr auf Marmorkuchen. Ich war im wahrsten Sinne des Wortes, voll und satt. Jedoch war nicht mein Magen reichlich gefüllt mit leckerem Kuchen, sondern meine Bronchien und wahrscheinlich die Lunge. Das war natürlich äußerst fatal, fatal, fatal… Dies hörte, ich mich wie durch einen Nebel im Gedanken fluchen. Meine Gedanken überschlugen sich.
Jetzt hier in diesem Moment wollte ich doch keinen Abgang machen! Ich bäumte mich auf und mit der Restkraft in mir hustete und hustete ich… Mein letztmaliger Versuch, dieser für mich lebensgefährlichen Situation, letztendlich noch zu entkommen. Allgemein hieß es ja immer, der schönste Tod wäre ein Tod im Bett, doch dem Gedanken konnte ich jetzt so gar nichts abgewinnen, in meinem Krümel- Husten-Tanz-Elend.
Die Verstopfung meiner Atemwege ließen mein Licht des Lebens momentan eher blasser scheinen. Um nicht zu sagen, es wurde immer dunkler um mich. Kein schönes Einschlafen, kein schöner Tod.
Alles dummes Gerede, durchzuckte mich erschöpft die Wut der Verzweiflung.
Gerhard klopfte und trommelt weiter wie bekloppt auf meinem Rücken herum.

Ich sehnte mich nach einer Sauerstoffflasche! Umkreisten mich meine panischen Gedanken. Letztmalig. Die Gedanken der Hoffnung auf Sauerstoff…
Ich hörte plötzlich das Lied von Helenchen. Atemlos!? Ja atemlos, war ich. Atemlos turnte ich nach Luft ringend, weiter durch mein Bett. Doch die Luft blieb weg!
Erschöpft fiel, und sackte ich in mich zusammen, ich schlug mir noch mit letzter Verzweiflung selbst in die Magengrube…

*

Das war‘s dann wohl!

Jetzt schien es sich zu rächen, meine Gier auf den leckeren Kuchen, war vorbei.

War gestillt. War gegessen. Aus und vorbei.
In Gedanken an meine ganzen nächtliche gerichtsmedizinischen Dokumentationssendungen, meine Vorliebe für diese Sendungen, sah ich jetzt plötzlich doch sehr kritisch. Jetzt sah ich mich auf einem Tisch in der Gerichtsmedien, bei Jane liegen. Untersuchungsergebnis! Todesursache! Lockere fluffige Marmorkuchenkrümel!
Anmerkung: Sie bekam den Hals zu voll!
Ich kannte nur den Spruch: du bekommst wohl den Hals nicht voll…!
Egal, wie der blöde Spruch lautet, es ist immer ein Fünkchen Wahrheit drin, würde meine Oma Alwine sagen.
Unterschrift Datum…, gezeichnet von…!?

*
Zeitgleicher Schlag. In die noch immer leere Magengrube und den geschlagenen Trommelwirbel auf den schon wunden Rücken, gaben den Erfolg und die Rettung! Benommen sah ich wie durch einen Schleier die letzten Kuchen Krümel durch die Luft auf das Bett fliegen.
Das Bronchien- Labyrinth gab die Krümel letztendlich widerwillig, auf mehrfaches Drängen, jedoch mehr aus hilfloser vorheriger Bearbeitung, endlich wieder frei!
Geschafft, endlich geschafft! Mit gekünsteltem Räuspern und Husten, kamen weiter Krümel, die jetzt gottlob die letzten waren wieder aus mir heraus. Im Schleuderturbo war ich befreit von weichen, fluffigen und zarten Kuchenkrümeln, die sich in mir festgebissen hatten.

*
Kuchen satt, war ich jetzt darauf konzentriert, regelmäßig und gleichmäßig zu atmen und achtsam durchzuatmen. Ich hatte meine Lektion gelernt. Beherzt griff ich mir Richtung Bronchien und Lunge und atmete tief ein. Und ein und aus und ein und aus…

Nach einer halben Stunde fragte Gerhard, wie es um meine Atmung bestellt sei, ob ich mich schon getrauen würde, einen kleinen Shopping-Ausflug zu unternehmen.
Noch etwas benommen nickte ich und machte mich Ausflug fertig.
Damit du auf andere Gedanken kommst, meinte er mich ablenken zu müssen von meiner Schnapp- Atmung -Tanz -Einlage an einem Samstagnachmittag, der soooo langweilig begann.

*

Richtung Kirn ins Outlet, ins Handtaschenparadies, wurde ich kurzerhand kutschiert, um mich zu entspannen und endlich wieder locker zu werden…
Gerhard kaufte mir, für mein Durchhaltevermögen beim Atem-Bronchien-Lungen-Tanz, bezüglich des Marmorkuchens mit seinen Fluffigen-Krümeln eine wunderschöne Handtasche. Leuchtend rot war die Auserwählte, von Bogner.

ROT!

Rot wie Blut. Ja, rot wie das Blut des Lebens.

Oder wie „Dat Rote aus Bollebach“, wie ich immer genannt wurde.
Rot wie ich noch vor wenigen Stunden angelaufen war, bläulich mit Tendenz zu blau…
Marmorkuchen und rote Handtasche zur Erinnerung an einen zuvor langweiligen Samstag, der sich für mich noch als sehr gefährlich entpuppte und sehr gefährlich entwickelte.
Gerhard meinte dann nur, wenn du jetzt alle Krümel wieder zusammensuchst und wie ein 100 Teile-Puzzle zusammenlegst, müsste es eigentlich wieder ein Stück Marmorkuchen, ergeben…
Ich war jetzt echt sattttttt!

Einatmen-Ausatmen-Durchatmen-Aufatmen... geht wieder!
Copyright: HarmaReginaRieth 2020/21

 

     

 

Es folgt noch Apple Laptop und Fotos...

 Es folgt noch Beamer...

Danke für Dein VorbeiSchauen und LESEN...

Bleib gesund!!! 

Das wünscht Dir, HarmaReginaRieth?

Ein ganz herzliches DANKE an meine ALLLLLER-BESTE Freundin Carola, die meine Texte korrigiert und überprüft.